BILDUNG

Ein „FELLOW“ für die Stadtteilschule Wilhelmsburg

Hamburg-Wilhemsburg, August 2017

Rund 50.000 Jugendliche in Deutschland verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss und ohne Perspektive. „Teach First Deutschland“ setzt sich mit seinem Fellow-Programm dafür ein, dass jedes Kind die Schule mit einem Abschluss und dem Glauben an den eigenen Erfolg verlässt – völlig unabhängig von seiner sozialen Herkunft – hier unterstützt die Til Schweiger Foundation gerne. Um einen Fellow für 2 Jahre in die Stadtteilschule Wilhelmsburg zu entsenden, hilft die Til Schweiger Foundation.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg ist eine Ganztagsschule im Bezirk Hamburg-Mitte. Ihr Sozialindex ist mit dem KESS-Faktor 1 der niedrigstmögliche und steht für Schulen mit sehr schwierigen sozialen Rahmenbedingungen. 23% der Bewohner des Stadtteils sind auf Sozialleistungen angewiesen, der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegt mit 78% deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 49%. Im Schuljahr 2014/15 haben 12% der Schülerinnen und Schüler im Stadtteil die Schule ohne Abschluss verlassen. Damit zählt Wilhelmsburg klar zu den Hamburger Schulen, an denen ein großer Unterstützungsbedarf vorliegt. Um die Schulbildung von Schülerinnen und Schülern mit schlechten Startbedingungen zu verbessern, wird eine zusätzliche Lehrkraft, der sog. Fellow, für zwei Jahre entsendet und widmet sich intensiv den besonderen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen. Der oder die neue Fellow soll während des zweijährigen Einsatzes in der 9./10. Klasse insbesondere in den Bereichen Berufsorientierung und Arbeitslehre eingesetzt werden und die Schülerinnen und Schüler individuell auf den Abschluss oder den Übergang in eine Ausbildung vorbereiten. Mit Hilfe eines Fellows sollen nicht nur eigene Potenziale und Stärken der Schülerinnen und Schüler gefördert, sondern auch neue Orte in Hamburg und vor allem auch neue Berufsperspektiven und Visionen entdeckt werden. Dabei schenkt der/die Fellow denjenigen Jugendlichen am meisten Aufmerksamkeit, deren Abschluss oder Übergang in eine Ausbildung bzw. ins Berufsleben am meisten gefährdet ist.

Was ein Kind im Leben erreicht, ob es seinen Potenzialen und Träumen folgt und später ein selbstbestimmtes Leben führen kann, hängt maßgeblich von der sozialen Herkunft und davon ab, wie erfolgreich es während der Schulzeit abschneidet. Der neulich erschienene „Chancen-Spiegel 2017“ der Bertelsmann-Stiftung belegt, dass Hamburg zu den Ländern zählt, in denen Schülerinnen und Schüler in ihren Kompetenzen stark nach ihrer sozialen Herkunft unterscheiden. Die Til Schweiger Foundation setzt sich mit der Unterstützung eines Fellows für mehr Chancengleichheit im Bildungswesen ein und wünscht allen Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Schulabschluss.

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