MEDIZIN

Die mobile Arztpraxis, unsere erste Doppelaktion

Tübingen, November 2016

Viele ländliche Regionen kämpfen mit Ärztemangel. In Tübingen und Umgebung schafft nun eine mobile Arztpraxis Abhilfe: Wenn der Patient nicht zum Arzt kann, muss der Arzt eben zum Patienten!

Durch die steigenden Flüchtlingszahlen werden die Engpässe der ärztlichen Versorgung im ländlichen Bereich immer gravierender: Viele Familien und Kinder sind medizinisch unterversorgt. Bis zum Arzttermin in einer entfernten Praxis verschlechtert sich der Zustand ohne Behandlung oftmals so sehr, dass ein kostenintensiver Notarzteinsatz erforderlich wird, obwohl eine rechtzeitige Behandlung gereicht hätte. Mit der mobilen Arztpraxis von Dr. Lisa Federle und dem Deutschen Roten Kreuz in Tübingen erreichte uns eine ebenso einfache wie sinnvolle Idee: Das umgebaute Reisemobil bietet Frauen aus Massenunterkünften die Möglichkeit einer diskreten Untersuchung, die Behandlung von Kindern im Beisein ihrer Eltern und die schnelle und unbürokratische Versorgung einer Vielzahl von dezentral untergebrachten Familien. Während Kranken- und Rettungswagen für den akuten Notfall ausgelegt und ständig im Einsatz sind, kostet der Umbau des Arztmobils nur ein Bruchteil und bietet eine komfortable Behandlungsatmosphäre direkt vor Ort. Ein tolles Projekt, das nicht nur zur Behandlung von Flüchtlingen, sondern aller Patienten in ländlichen Regionen interessant werden kann!

Den Spendenaufruf des Schwäbischen Tagblattes unterstützte die Til Schweiger Foundation mit der Dopplung jedes gespendeten Euros bis zur Finanzierung der kalkulierten Kosten. Mit einem Spendenrekord noch vor Weihnachten ist schon jetzt viel mehr als die anvisierte Summe zusammengekommen, obwohl die Aktion noch bis Ende Januar läuft! Dank der zusätzlichen Spenden wird die medizinische Ausrüstung noch einmal deutlich aufgewertet und verbessert. Und das Schönste ist: Auch andere Städte und Regionen überlegen bereits, dieses Pilotprojekt zu kopieren!

Vielen Dank an Dr. Lisa Federle und die ehrenamtlichen Ärzte und Helfer, das Schwäbische Tagblatt, das Rote Kreuz, die Firma Hymer und vor allem: Die tolle Unterstützung der Spenderinnen und Spender aus der Region!

Information für Sie:

Sollte Ihnen die Medizin unserer Kinder und Jugendlichen auch am Herzen liegen, dann spenden Sie doch bitte für unser nächstes Medizin-Projekt – sein Sie dabei!

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